Bonjour. Je suis là!

Eine französischsprachige Band in und aus Österreich ist unleugbar ein Exotikum. Punkt. Aber wo es vor deutsch- und englischsprachigen Bands nur so wimmelt, ist gerade dieses Faktum eine Chance. Plexus Solaire setzen zudem auf: Qualität, Qualität, Qualität. Beim Songwriting, in der Interpretation, auf der Bühne. Und im Studio. "Plexus Solaire", der vorliegende neue Tonträger, weiß davon ein Lied zu singen. Nein: zehn Lieder. Süffige, charmante, melodienpralle Songs, die sich direkt in die Gehörgänge des unvoreingenommenen Hörers bohren. Und in das Sonnengeflecht. Den Solar Plexus. Ein - so Wikipedia - "autonomes Geflecht sympathischer und parasympathischer Nervenfasern, das die Funktion der inneren Organe reguliert". Der Bandname kommt nicht von ungefähr.

Jamais. Bei Plexus Solaire wird die Binsenweisheit von Musik als grenz- und kulturüberschreitende Sprache zur Realität. Egal, ob in bretonischen Kneipen, Münchner Clubs oder Wiener Hochkulturhäusern - die Menschen lauschen, singen oder tanzen zu Songs, deren Worte ihnen wohl im ersten Moment fremd sind (so sie nicht die französische Sprache sprichwörtlich mit der Muttermilch aufgesogen haben), deren Inhalte und Subtexte sie aber mit instinktiver Sicherheit fühlen.

C'est le cycle de la vie. 2002 entsteht die Band. Man ist ebenso fasziniert von der rebellischen Geste des Rock'n'Roll wie von dandyhaften Chansonniers. Bereits 2003 erscheint eine erste EP, Konzerte folgen. Das 2005 veröffentlichte Debütalbum "Par Terre - Par Rêve" bringt das eigenwillige Quartett erstmals auch einer breiteren Öffentlichkeit näher: Zur "Lieblingsplatte der Redaktion" des "Standard" erkoren, wird das Album im Rahmen von österreichweiten Konzertreisen zahllose Male vorgestellt. 2007 folgt mit "Sans Détours" und der Radiosingle "Malheureux" ein weiterer Schritt nach vorne: "Malheureux" landet auf der FM4 Soundselection, das Album erntet durchwegs positive Kritiken (auch eine "Lieblingsplatte der Redaktion" ist wieder dabei), Konzertreisen zwischen Hochkulturbühnen und gefüllten Festivalarealen in Österreich und Deutschland folgen. Von Ö1 zu FM4, von Puls 4 bis ORF Donnerstag Nacht: überall sind Plexus Solaire präsent. 2011 werden sie Testimonials für Österreich-Tourismus in Frankreich.

Chance. Auf den letzten Alben sah die Band die Fülle ihrer Möglichkeiten auf den gegangenen Weg ausgeschöpft, mit "Malheureux" den Punkt erreicht, das eigene Bild durch neue Produktionsweise geradezu neu zu entwickeln, es zu verzerren - Rien n'est plus comme avant. Daher ist nun alles neu: kein Produzent, aber dafür ein großes Studio, in dem der Vierer gemeinsam einspielen konnte. Ziel war ein authentisches Tondokument, in dem Fehler genauso zu hören sind wie eine organische Produktion, die im Gegensatz zur mathematisch-sauberen Studio-Ideologie die Arrangements atmen lässt. Mit Freunden entstanden spontane Ideen für Banjo, Klavier, Hammond-Orgel oder Soundschleifen. Für den Mix zeichnet Stefan Deisenberger (Mitglied von Naked Lunch, Love & Fist) verantwortlich - er dekonstruierte so manches Stück, veränderte ganze Arrangements erneut. Das fertige Album zeugt spürbar von einer vitalen Band, die ihre Lebenserfahrungen zum Ausgangspunkt ihrer Lieder macht. Zusätzlich bietet eine Bonus-"Best Of"-CD einen Querschnitt durch das bisheriger Schaffen von Plexus Solaire. Ein beeindruckendes Oeuvre, das es vielfach noch(mals) zu entdecken gilt.

Que se passe-t-il? Es sind die Worte von Alexandre Fedorenko und Vincent Wohinz, den konträren Frontmännern des französisch-österreichischen Quartetts mit ordentlichem Hauptwohnsitz in Wien. Unterschiedlicher könnte der Zugang der beiden Sänger, Songwriter und Gitarristen nicht sein: Fedorenko, der westfranzösische Weltenbummler mit maritimer Erfahrung, dessen Anekdoten Bände füllen könnten; und Wohinz, ein studierter Philosoph aus einer bilingualen Künstlerfamilie, dessen Texte oft das Innerste, so zuvor oft Ungesagte verbalisieren. Dazu gesellen sich Emanuel Rudas am Bass und Jürgen Bauer am Schlagzeug. Die Bandchemie muss Spurenelemente von gutem französischen Rotwein in sich tragen.

Les horizons. Anno 2012 sind Plexus Solaire längst nicht mehr nur malheureux: sie schlagen ein neues Kapitel auf, gehen einen Schritt weiter. Klarer denn je zu verorten zwischen angezerrtem Chanson, Liedermacherei und Folkrock mit tanzbaren Eskapaden, steht den vier Herren einmal mehr der Kopf nach verdienten Überraschungserfolgen. Diese zehn Songs sind das Ticket dafür: intelligent, aber nicht verkopft. Charmant, aber nicht gekünstelt. Selbstbewusst, aber nicht chauvinistisch. Unser Ratschlag: einfach wirken lassen. Man vermag sich dem Sog der Musik kaum mehr zu entziehen. Das Sonnengeflecht ist ein unbestechliches Organ.

(Walter Gröbchen)


Gesang, Gitarre / Vincent Wohinz
Gesang, Gitarre / Alexandre Fedorenko
Bass / Emanuel Rudas
Schlagzeug / Jürgen Bauer


Die Presse über Plexus Solaire

Ein Baguette zieht westwärts / Der Standard, 21. Februar 2012, Karl Fluch

Die Franzosen sind zurück / Kurier, 24. Februar 2012, Redaktion

Lieblingsplatte der Redaktion "Sans détours"/ Der Standard, 20. Mai 2007, Redaktion

Lieblingsplatte der Redaktion "Par terre Par rêve"/ Der Standard, 7. November 2005, Redaktion


Zitate zu Plexus Solaire

"Sehr, sehr starke Indierock-Chansons voller hinterhältiger Melodien."
(Guido Tartarotti, Kurier)

"Was Plexus Solaire auf ihrem neuen Album auf ganz vortreffliche Art und Weise vollziehen, ist ein Spagat zwischen Easy Listening und Anspruch, einer, der höchst eigenständig erklingt und Lust auf mehr macht." (Michael Ternai, MICA)

"Eines ist unleugbar: Wenn sie wollen, können Plexus Solaire wirklich gute Songs schreiben."
(Gabriel Mayr, skug)

"...auch für nicht frankophile ZeitgenossInnen ist Plexus Solaires neues Album eine Empfehlung: ein eingängiges, sehr hörenswertes Album, wunderschön arrangiert... So fängt das Jahr gut an."
(Markus Brandstetter, stadtbekannt.at)

"Bleibt zu hoffen, dass den Hörern der Knopf im Ohr aufgeht. Dem durchwegs gelungenen Album wäre es zu wünschen."
(Gerald C. Stocker, The Gap)


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